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Kombinierte Ausbildung

Erforderlich ist, dass der Ausbildungsteilnehmer vor der Zulassung zur staatlichen Prüfung insgesamt 4200 Stunden absolviert hat. Die Ausbildungen können curriculär oder im Bausteinverfahren erfolgen:

Theoretische Ausbildung (§ 3 PsychTh-APrV)
Die theoretische Ausbildung erfolgt vollständig im ÄPK und wird nach den in der Anlage 1 des § 3 PsychThG festgelegten Inhalten absolviert. Für die kombinierte Ausbildung sind entsprechend den Vorgaben der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns mindestens 800 Theoriestunden, verteilt auf mindestens 5 Jahre, erforderlich. Der Ausbildungsteilnehmer durchläuft hierfür, zusammen mit den Ausbildungsteilnehmern, die sich in der ausschließlich tiefenpsychologisch fundierten Ausbildung befinden, das Curriculum I (1. bis 4. Semester) und das Curriculum II (5. bis 10. Semester). In den ersten 8 Semestern werden hierfür jeweils 10 Seminartage (Freitag abends, Samstag ganztags) mit jeweils 12 Unterrichtsstunden angeboten. Im 9. und 10. Semester enthält das Curriculum II lediglich noch 10 tiefenpsychologische kasuistisch-behandlungstechnische Seminare (KTS) mit jeweils vier Stunden. Ab dem 5. Semester bis einschließlich zum 10. Semester kommen mit dem psychoanalytischen Curriculum weitere 36 Theoriestunden (Theorieseminare und analytische KTS) pro Semester hinzu. Diese werden an 9 Abenden pro Semester (mittwochabends) mit jeweils vier Stunden angeboten.

Zudem ist vor der Übernahme von selbständigen Behandlungen unter Supervision neben anderen Voraussetzungen der Besuch von zwei Anamnesenseminaren (in der Regel 10-14 Stunden pro Semester, je nach Teilnehmerzahl) erforderlich.
Alle Ausbildungsteilnehmer nehmen des weiteren an einer regelmäßig die gesamte Ausbildung begleitenden Mentorengruppe mit 10 Stunden pro Semester teil.
Außerhalb des ÄPK wahrgenommene theoretische Ausbildungsstunden (Vorträge, Fachtagungen etc.) können - nach vorheriger Rücksprache mit dem Vorstand - in die Gesamtstundenzahl einbezogen werden.

Praktische Ausbildung (§ 4 PsychTh-APrV)
Die Praktische Ausbildung mit mindestens 1000 Behandlungsstunden für die kombinierte Ausbildung wird unter Leitung (Supervision) von Supervisoren des ÄPK absolviert. Maximal ein Drittel der Supervision kann bei externen Supervisoren erfolgen, mit denen der ÄPK zu diesem Zweck einen Kooperationsvertrag abschließt. Die Supervision muss im Verhältnis 4:1 erfolgen (eine Supervisionsstunde auf vier Therapiestunden). Maximal 2/3 der Supervision können in der Gruppe stattfinden, mindestens 1/3 im Einzel. Diese Behandlungsstunden werden über die Ambulanz des ÄPK mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns abgerechnet und den Ausbildungsteilnehmern vergütet. Dabei können im Rahmen der kombinierten Ausbildung bis zu 1350 Behandlungsstunden abgerechnet werden. Der ÄPK behält von den Kassenhonoraren (zurzeit ca. 80 € pro Sitzung) eine von der Mitgliederversammlung festgelegte Verwaltungsgebühr ein (derzeit 10 € pro Sitzung).

Selbsterfahrung (§ 5 PsychTh-APrV)
Die Lehranalyse findet bei einem vom ÄPK anerkannten Lehranalytiker statt. Sollte der Lehranalytiker kein Mitglied des ÄPK sein, so muss ein entsprechender Kooperationsvertrag erstellt werden. In der kombinierten Ausbildung muss die Selbsterfahrung mindestens 240 Stunden (im Einzel) umfassen. Wir empfehlen jedoch, in Eigenverantwortung den Umfang der Selbsterfahrung zu erweitern.

Praktische Tätigkeit (§ 2 PsychTh-APrV)
Mindestens 1200 Stunden sind an einer psychiatrischen klinischen Einrichtung zu absolvieren. Mindestens 600 Stunden sind an einer von einem Sozialversicherungsträger anerkannten Einrichtung der psychotherapeutischen oder psychosomatischen Versorgung oder in der Praxis eines ärztlichen oder psychologischen Psychotherapeuten zu erbringen. Der ÄPK kann hierfür Praktikumsplätze in mehreren kooperierenden psychiatrischen und psychosomatischen Kliniken vermitteln.